FIA Formel E: Eine Rundenbestzeit in Monaco auf dem Weg nach Paris

Donnerstag, 18. Mai 2017

 

- Sam Bird erzielte in Monaco die beste Rundenzeit und sicherte dem Team somit einen Punkt.
- Beide Fahrer wurden zu Rennbeginn in Unfälle verwickelt.
- Der nächste ePrix findet am kommenden Wochenende in den Straßen von Paris statt.

Das freie Training hatte für DS Virgin Racing vielversprechend begonnen. Nach einem Temperaturrückgang gelang es jedoch keinem der beide Piloten, ihre Reifen auf Betriebstemperatur zu bringen. José María López erzielte die siebtbeste Zeit, Sam Bird ging von Platz zehn ins Rennen.

 

Der dramatische ePrix im vergangenen Jahr war allen Teams noch mahnend in Erinnerung. Somit fuhren die Piloten die erste Kurve eher langsam an, weshalb sich ein Stau bildete. In der ersten Kurve wurde José María López touchiert und in den vorausfahrenden Wagen geschoben, wodurch sein Front- und Heckspoiler beschädigt wurde. Sam Bird konnte der Kollision ausweichen − er reihte sich an Position sieben ein.

 

Schnell konnte Sam Bird die Lücke auf Maro Engel schließen, ehe er in einer Schikane eine Mauer touchierte und die Aufhängung brach. In der Box reparierte das Team das Monocoque in Rekordzeit. Nach dem Briten kam auch José María López in die Box, um die beiden Spoiler austauschen zu lassen.

 

Die drei Runden Rückstand zwangen Sam Bird, seine Strategie zu ändern. Er setzte auf seinen leistungsstarken DSV-02 und erzielte in der 24. Runde die Bestzeit. In der 43. Runde kam José María López erneut in die Box, um den Frontspoiler und den Reifendruck anpassen zu lassen. In der 50. Runde stellte Sam Bird seinen Boliden direkt in der Box ab, nachdem er einen Teil des Hecks seines Rennwagens verloren hatte.

 

Sam Bird: „Es war ein schwieriger Tag. Zu Rennbeginn hatte ich Probleme mit den hinteren Reifen. Dennoch habe ich einen guten Start hingelegt. Als das Heck anfing, zu überhitzen, kämpfte ich mit zu viel Übersteuern. Nach drei Runden Rückstand wusste ich, dass das Rennen für mich gelaufen war. Die einzige Chance, einen Punkt zu erzielen, war, die beste Rundenzeit zu fahren. Das Ziel habe ich erreicht.“

 

José María López: „Ich hatte auf ein problemloses Rennen gehofft. Im freien Training bin ich fehlerfrei geblieben. Ich muss weiterhin hart arbeiten, um das Fahrzeug besser zu verstehen. Auf jeden Fall haben wir das Potenzial, in die Top 3 zu fahren − es muss nur alles stimmen. “


Alex Tai, Teamchef von DS Virgin Racing: „Das Team hat unglaubliche Arbeit geleistet, als unsere beiden Fahrer nacheinander in die Box kommen mussten. Wir freuen uns, dass wir die beste Rundenzeit und somit einen Punkt erzielt haben. Dennoch sind wir frustriert, weil wir das enttäuschende Ergebnis nicht verdient haben. Wir fahren nach Paris mit dem Ziel, eine bessere Platzierung zu erreichen.“


Xavier Mestelan Pinon, Direktor von DS Performance: „Bis zum zweiten Freien Training lief alles nach Plan und die Piloten waren mit dem Auto sehr zufrieden. Unser Ziel fürs Qualifying lautete, jegliche Fehler zu vermeiden, was letztendlich Startposition sieben und zehn bedeutete. Nach den Rennzwischenfällen haben wir unsere Strategie geändert, um die schnellste Runde zu fahren. Das Wochenende war eher frustrierend − das Potenzial für ein gutes Rennen war da, aber manchmal läuft es einfach nicht. Wir konzentrieren uns nun voll und ganz auf unser Heimrennen in Paris, das bereits am kommenden Wochenende stattfindet.“