Paris, die Stadt der vielen Gesichter

Paris ist ein Dorf, sagt man. Nicht ohne Grund, denn mit einer Fläche von 105,40 km² ist sie eine der kleinsten Metropolen Europas und damit neunmal kleiner als Berlin. In der Stadt der Liebe können Sie bequem von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten spazieren.


Und in Paris spaziert man gerne! Wenn Sie einmal die Stadt erkundet haben, von den Höhen des Montmartre über das prestigeträchtige Zentrum bis hin zu den tiefergelegenen Arbeitervierteln, werden Sie schnell feststellen, dass Paris nicht ein Dorf ist, sondern eher eine Ansammlung vieler Dörfer. Tatsächlich fügt sich die französische Hauptstadt aus den angeschlossenen, umliegenden Ortschaften zusammen. Per Gesetz wurden die Grenzen der Stadt am 16. Juni 1859 bis zur Thiers-Mauer erweitert, die zwischen 1841 und 1844 unter der Herrschaft von Louis-Philippe zum Schutz von Paris errichtet worden war. Unter der Leitung von Baron Haussmann wurde die Stadt dann neu strukturiert. Heute gibt es 20 Arrondissements. Die Quartiers, die zwischen der ehemaligen Stadtgrenze (Mauer der Generalpächter – Mur des Fermiers généraux) und der Einfriedung von Thiers lagen, wurden angeschlossen: Die Gemeinde Grenelles und ihre unberührten Sümpfe im heutigen 15. Arrondissement, Belleville (19. und 20. Arrondissement) mit seinen Arbeitervierteln und Weinbergen, La Villette (19. Arrondissement), eine ehemalige Klostersiedlung, die später baulich aufgewertet wurde, bevor sie sich nach dem Bau des Canal de l'Ourcq zu einem Industrieviertel entwickelte, und heute für den Parc de la Villette und die Cité des Sciences bekannt ist. Auch den berühmten und touristischen Ort Montmartre wollen wir nicht unerwähnt lassen - mit seinen Mühlen, die Gasthäuser, Guinguettes und Kabaretts beherbergten, wie das berühmte Kabarett des Moulin Rouge. Auch das Quartier Charonne mit dem berühmten Friedhof Père Lachaise und seinen gepflasterten Straßen ist ein idealer Ort für einen Spaziergang.


Trotz ihrer Verbundenheit mit Paris und der Umgestaltung der Stadt haben alle Quartiers etwas von ihrer Identität bewahrt. Es ist die Vielfältigkeit dieser Orte, die Paris seinen Charme verleiht.
Die Stadt, die früher Lutetia hieß, zeugt nur noch an wenigen Stellen von ihrer gallo-römischen Vergangenheit. Erwähnenswert sind hier die Arena von Lutetia (Les Àrenes de Lutèce) und die Cluny-Thermen (Thermes de Cluny). Viel hat sich über die Jahrhunderte verändert. Heute gilt das Quartier Latin mit seinem historischen Zentrum im 5. Arrondissement als akademisch und kultiviert. Das 1. Arrondissement hingegen strahlt mit seinen schönen Palästen Prunk und Wohlstand aus. Schick und vornehm geht es im 6. Arrondissement zu, mit seinen Literatur-Cafés und schönen Boutiquen. Im 8. Arrondissement, das zum Zuhause namhafter Modelabels geworden ist, wird man von einem luxuriösen und vornehmen Flair empfangen. Fröhlich und weltoffen geht es auf der Rue Oberkampf im 11. Arrondissement zu. Paris hat tausend Gesichter! Man kann die Stadt als Tourist über die typischen Sehenswürdigkeiten kennenlernen, aber mit der Zeit wird man immer wieder Neues entdecken – die Stadt hat so viele Überraschungen zu bieten!


Lassen Sie sich mitnehmen auf einen ungewöhnlichen Ausflug. In diesem Artikel begleiten wir Sie auf einem diagonalen Rundgang durch die Hauptstadt, vom Südwesten bis zum Nordosten, der Sie durch ein ehemaliges Quartier von Paris führt.


Sie können die Stadt der Liebe auf vielen Wegen entdecken. Einige führen Sie an typischen Touristenattraktionen vorbei, andere bieten einen eher unbekannten, originelleren Blick auf die Stadt. Diesen besonderen Blick möchten wir Ihnen ermöglichen und stellen Ihnen spannende Geheimtipps vor.

Ein Blick von oben

Wenn man eine Stadt besucht, möchte man als erstes ihr Gesamtbild bewundern und dafür müssen Sie einen guten Aussichtspunkt finden. Bei Paris denken wir sofort an den Eiffelturm oder Montmartre, den höchsten Punkt der Stadt. Wir nehmen Sie aber stattdessen mit in das größte Arrondissement, das 15., in die ehemalige Gemeinde Grenelle. „Was gibt es in dieser ruhigen Wohngegend zu sehen?“, werden Sie sich fragen. Der Charme des 15. ist seine architektonische Vielfalt - Haussmann'sche Bauten reihen sich neben modernen Gebäuden ein. Auch die Vielfalt der Einkaufsmöglichkeiten, der kulturellen und gastronomischen Angebote, die Nähe zum Zentrum von Paris und natürlich die Grünflächen sind äußerst charmant. Zwischen der Rue de la Montagne de la Fage und dem Quais de Grenelle liegt der Parc André-Citroën mit seinen 14 Hektar-großen Gärten, seinen riesigen Rasenflächen, auf denen Sie mit Ihrer Familie picknicken können, seinen Wassersäulen, seinen Bambushainen und seinen zwei großen Gewächshäusern mit üppiger und exotischer Flora. Über diesem herrlichen Park schwebt ein Heißluftballon: der Generali-Fesselballon. Mit einer Kapazität von bis zu 30 Passagieren (während der Pandemie eingeschränkt) und einer Flughöhe von 150 Metern bietet dieser Ballon einen wunderschönen Panoramablick auf Paris. Ballonfahrten sind täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr möglich, je nach Wetterlage. Es ist nicht notwendig zu reservieren. Sie können Ihre Tickets vor Ort oder online kaufen (14 € für einen Erwachsenen, 7 € für ein Kind ab 3 Jahren - der Eintritt in den Park ist frei). Wir empfehlen, den Besuch am Morgen zu planen, um lange Warteschlangen zu vermeiden.

Falls Sie schicke und trendige Lokale der Ruhe des Parc André-Citroën vorziehen, setzen Sie sich ins Ciel de Paris, im 56. Stock des Tour Montparnasse. Während Sie einen herrlichen Blick auf Paris genießen, genießen Sie traditionelle und raffinierte Küche (das Beste vom Bauerngeflügel, Kompositionen von der Gänseleber, vegetarische Gerichte mit regionalen Zutaten, die im Umkreis von 200 km von Paris angebaut werden)...


Auch das 200 Meter entfernte L´Observatoire Paris Montparnasse bietet einen atemberaubenden Blick auf die Stadt. Mit einer Virtual-Reality-Brille können Sie in der Zeit zurückreisen und sehen, wie das Paris der Vergangenheit ausgesehen hat. Falls Sie am 14. Juli in Paris sein sollten, denken Sie daran, Ihre Tickets zu buchen, um sich einen guten Aussichtspunkt auf der Spitze des Montparnasse zu sichern, um das beeindruckende Eiffelturm-Feuerwerk zu beobachten.
Wenn es Pandemie-bedingt möglich ist, werden im Sommer Yogakurse angeboten. Und im Winter können Sie über den Dächern von Paris Schlittschuh laufen, dank der saisonalen Eislaufbahn, die auf dem Dach des Tour Montparnasse installiert wird. Das ganze Jahr über werden verschiedene Veranstaltungen organisiert.


Wenn Sie nach diesen luftigen Erlebnissen, inspiriert durch eine schicke, trendige und nachhaltige Dekoration, ein Stück Paris mit nach Hause nehmen wollen, schauen Sie sich in der 105 Rue Mademoiselle (ebenfalls noch im 15. Arrondissement) nach dem Atelier Germain um, das sich als Einrichtungslabor präsentiert. Vielleicht haben Sie nicht vor, Ihre Wohnung oder Ihr Haus von einem Architekturbüro umgestalten zu lassen, aber in der Shopping-Ecke mit den vielen Design-Objekten, die meisten davon signiert von Jardin Pamplemousse, einer Referenz in der Pariser Wohnkunst, finden Sie sicher etwas nach Ihrem Geschmack. Der Shop wird am 4. August wiedereröffnet und für einen Besuch muss vorab ein Termin vereinbart werden (Reservierung unter serviceclient@ateliergermain.com). Um die Designobjekte vom Atelier Germain ab August ohne Voranmeldung zu kaufen, besuchen Sie den Pop-up-Store im BHV Marais (52 Rue de Rivoli, 75004 Paris).